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Militärbauten
SS-Kaserne
(1937-1939)
Frankenstraße
Heute: Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge
Die Bauarbeiten an der ehemalige
SS-Kaserne an der Frankenstraße
begannen am 20. Oktober 1937
und sollten zum Reichsparteitag
1938 abgeschlossen sein. Für den
Bau der Kaserne mussten Firmen
verschwinden, Bahngleise
demontiert werden und sogar die
Straßenbahnlinie unterirdisch
verlegt werden (siehe Unterführung).Tatsächlich
wurde das Gebäude nach großen
verwaltungstechnischen
Schwierigkeiten sowie Kompetenzstreitereien am 2. Juni 1939 eingeweiht. Die Kaserne wurde von den National-sozialisten als "Einfallstor zum Reichsparteitagsgelände"
bezeichnet owohl das Gebäude
nicht in unmittelbarer Nähe des
RPT-Geländes liegt und die
Kaserne bis 1936 in den
Planungen nicht vor kam. Neben dem großen Hauptgebäude mit
zwei Seitenflügeln mit Innenhof, wurde ein großer Exerzierplatz
und weitere Nebengebäude angelegt. In der Kaserne wurde Funker ausgebildet, die z. T. auch eine eigene Einheit, die SS-Nachrichten Ersatzabteilung bildeten. Später kamen auch Polizeibeamte, die 1942/43 dann
zur "Polizei-Division-Nachrichten Abteilung" in der Waffen-SS zusammengeführt wurden in die Kaserne. 1941 wurde die Kaserne auch als KZ-Außenlager Dachau
und 1943 als KZ-Außenlager Flossenbürg genutzt. Die KZ-Häftlinge mussen Bauarbeiten auf dem Gelände verrichten, Bomben entschärfen und Bombenschäden beseitigen. Die Häftlinge wurden teilweise auch an Nürnberger Firmen zu Bauarbeiten verliehen. Der letzte Leidensweg der KZ-Häftlinge führte sie 1945 wieder zu Fuß nach Dachau zurück. Am 18. April 1945 mussten sich die letzten SS-Einheiten der amerikanischenn Armee geschlagen geben. In den nachfolgenden Jahren bis 1947 wurden in den "Merrell Barracks", wie die Kaserrne fortan hieß, die sog. "Displaced Persons" untergebracht - Zwangsarbeiter aus ganz Europa die nicht sofort in ihre Heimatländer zurückkehren konnten oder wollten.
So lebten im September 1945
noch über 5000 DPs in dem Gebäude. Erst 1948 wurde die Kaserne komplett von der US-Armee übernommen.
Im September 1992 wurden die "Merrell Barracks" der Stadt
Nürnberg, bzw. der Bundesrepublik Deutschland wieder übergeben.
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen zog im Dez. 1996 das Bundesamt zur Anerkennung ausländischer Flüchtlinge in das Hauptgebäude ein. Einige Nebengebäude wurden abgerissen, andere bis heute als Kunstverein oder Veranstaltungsort (Z-Bau) genutzt.
Luftgaukommando XIII
(1937-1938)
Schafhofstraße
Heute: Wohnheim
Ursprünglich war für die Verwaltugsgebäude des Luftgaukommandos ein großer Komplex mit vielen Gebäuden im ländlichen Fachwerkstil vorgesehen. Dies wurde aber nur zum Teil verwirklicht. Das Gebäude enthält typische Elemente der NS-Architektur, wie die Rundbögen im Eingangsbereich oder der von Säulen getragene Vorbau des Nebeneingangs.
 
Weitere Militärbauten: Das von 1937-1939 errichtetete Standortlazarett in der Rothenburgerstraße wurde zwischen 2000 und 2002 vollständig abgerissen. Hier entstehen seitdem Wohnhäuser.