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Industriebauten
Nürnberg galt schon in den dreißiger Jahren als traditioneller Industriestandort und war damit schon sehr bald in die boomende Rüstungsindustrie eingebunden. So fertigten zahlreiche Nürnberger Firmen Zubehör für die Rüstungsindustrie oder fertige Kriegsgeräte wie die Firma Busenius & Co. oder MAN. Zwischen 1933 und 1945 entstanden zahlreiche An-, Um-, oder Neubauten die durch die florierende Wirtschaftslage nötig wurden. Als wichtigste Bauten sind hier das Zweigwerk der Siemens Schuckert A.G. in der Katzwangerstraße, Maschinenhallen der Firma MAN in der Frankenstraße, die Munitionsfabrik Dynamit Nobel A.G am Kirchenweg und an der Bayreuther Straße, die Werke der Kabelleitungs- und Metallwerke Neumeyer A.G in der Klingenhofstraße, die Kabelfabrik Süddeutsche Telephon-Apparate-Kabel- und Drahtwerke A.G. in der Allersberger Straße, und das Aluminiumwerk Nürnberg in der Nopitschstraße genannt. Viele Firmen bemächtigten sich ab 1939 der Arbeitskraft von Zwangsarbeitern aus den besetzten Gebieten. Zirka 100.000 Fremdarbeiter waren in den 6 Jahren des Weltkriegs bei über 100 Nürnberger Firmen beschäftigt. Sie mussten unter z. T. sehr schlechten Bedingungen schwere Arbeiten verrichten, Bomben entschärfen oder Bombenschäden beseitigen. Die Zwangsarbeiter, die nicht in den offiziellen großen DAF-Lagern oder in den Kriegsgefangenenlagern untergebracht waren, hausten in firmeneigenen Lagern (z. B. Firma Siemens, MAN, Eisenwerk Tafel, TeKaDe).

Da die errichteten Gebäude zumeist auf firmeneigenen Gelände stehen habe ich bewußt auf das Ablichten von Bauwerken verzichtet, um rechtlich keine Probleme zu bekommen. Zudem wurden im Laufe der Jahre einige Gebäude durch zahlreiche Umbauten so verändert, dass diese kaum zu erkennen sind.
Fabrikhalle der MAN an der Frankenstraße