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Dokumentationszentrum ehem. Reichsparteitagsgelände
Dokumentationszentrum
ehem. Reichsparteitagsgelände
(2001)
Bayernstraße 110
Heute: Museum/Studienforum
Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wurde am
4. November 2001 feierlich vom damaligen Budespräsident Johannes Rau eröffnet. Die Ausstellung "Faszination und Gewalt" in der ehem. Kongresshalle beinhaltet die Entwicklung des Nationalsozialismus ab Ende des 1. Welkriegs 1918, bis zu den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen 1945/46. Der Schwerpunkt der Dauerausstellung wurde dabei auf die Rolle Nürnbergs zur Zeit des Nationalsozialismus gelegt. So bekamen die geplanten und ausgeführten Bauten des Reichsparteitagsgeländes, die Reichsparteitage sowie die Nürnberger Prozesse eine besondere Gewichtung. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch Sonderausstellungen und durch die Möglichkeit der pädagogischen Nutzung des Studienforums mit Themengesprächen, Studientagen und Sonerveranstaltungen. Bei der Architektur des Museums wurde besonderen Wert darauf gelegt den Kongressbau "nicht fertig zu stellen", sondern durch Verwendung anderer Materialien und durch räumliche Trennung, aber unter Einbeziehung der vorhandenen Räumlichkeiten, eine gewisse Distanz zu schaffen. Kernstück der neuen Architektur ist der sog. "Pfahl" der den gesamten Kopfbau
des Gebäudes regelrecht zerschneidet und die den Kongressbau zum Ausstellungstück macht.
Die Ausstellung "Faszination und Gewalt" löste die alte Ausstellung im Inneren der Zeppelintribüne ab.